Ich möchte mit diesem Artikel, den Einstieg gerade für Anfänger in die Raspberry PI (kleine Himbeere) erleichtern, welches Zubehör für den Einstieg ideal ist und auch welches Zubehör wir benötigen.

Der Raspberry soll die Welt für Experimentierfreudige und Maker erleichtern. Sein Stromverbrauch ist sehr gering, je nach Variante bis zu 7,5 Watt, damit kann der Raspberry auch mit einem Akku betrieben werden. Im Vergleich zu einem Desktop PC ist der Stromverbrauch extrem gering.
Der Kleine Einplatinen PC in der PI 4 Variante eignet sich auch als Desktop Ersatz für einfache Office Anwendungen – Texte schreiben, E-Mail Kommunikation.

Ich denke, für jeden ist ein Projekt dabei die er mit einem Raspberry PI realisieren kann, egal ob für Retro Game Projekte oder für den Hausautomatisierungs Technik begeisterten. Die Vielfalt und Einsatzmöglichkeiten sind enorm groß.

Benötigte – Hardware

Nachfolgend eine Liste, der benötigten Hardware um den Raspberry PI betreiben zu können. SD-Karte, Netzteil, HDMI Kabel und natürlich der Raspberry selber :).

Raspberry PI – welche Ausführung?

  • Raspberry PI 4 (2 GB / 4 GB)
    Dieser Raspberry ist für Power Benutzer geeignet, die einen Desktop Ersatz möchten. Er bietet unter anderem AC Wi-Fi on Board, Gigabit LAN, bis zu 4 GB Arbeitsspeicher sehr gut als Home Automatisierung Zentrale oder um einen SQL Server performanter zu betreiben.
    Ein großer Benefit zum 3B + er unterstützt bis zu zwei HDMI Monitore und verfügt über zwei USB 3.0 Anschlüsse. Der Prozessor hat eine Leistung 1,5GHz.
    Zu Buche schlagt sich der Preis, ab ca. 55 € über Amazon zu bestellen.
  • Raspberry PI 3B +
    Dieser bietet im Vergleich zu seinem Vorgänger PI 2 oder älter, schon über WLAN und bis zu 512 MB Arbeitsspeicher. Für einen kostengünstigen Einstieg ist so ein Modell ausreichend, die meisten Projekte können damit umgesetzt werden. Er verfügt über einen HDMI Anschluss und 4 USB 2.0 Steckplätze.
  • Raspberry PI Zero WH
    Dieser Raspberry ist sehr klein und eignet sich sehr gut für Roboter Projekte oder für Projekte wo der Platz begrenzt ist. Er verfügt über 1GHz Prozessor und 512 MB Arbeitsspeicher sowie WLAN on Board.
    Besonderheit, er verfügt über keinen großen USB-Anschluss nur Micro-USB

Preislich unterscheiden sich die Geräte enorm ab 35 € bis ca. 65 €.
Die Wahl des richtigen Raspberrys ist wichtig um später auch Freude am Projekt zu haben.

SD-Karte – Die Festplatte von jedem Raspberrys

Die SD-Karte ist die Festplatte von deinem Raspberry PI. An dieser Karte sollte die Wahl auf eine gute Marke und eine entsprechende Speichergröße gesetzt werden. Ich empfehle eine SD-Karte von mindestens 16 GB Speicherplatz und der Klasse 10.
Es können natürlich auch ältere SD-Karten verwendet werden, bedenke die Lebenserwartung einer SD-Karte ist begrenzt und wurde schon in CCTV2 im YouTube Kanal sehr gut erklärt.
Im Prinzip ist die SD-Karte für ein ständiges Schreiben und Lesen, wie es im Raspberry verwendet wird, nicht geeignet.
Es gibt spezielle Industrie SD-Karten, diese sind im Vergleich sehr teuer, da ist, es günstiger im falle eines Defekts eine neue günstige SD-Karte zu bestellen.

Je nach Modell werden verschiedene SD-Karten benötigt:
Raspberry PI A/B eine „normale“ große SD-Karte –> die „alten“ Geräte.
Raspberry PI 3 / 3+ / 4 / Zero eine microSD-Karte. –> die „neuen“ Geräte.

Es besteht die Möglichkeit den Raspberry PI 4 über ein USB-Stick oder USB-Festplatte zu betreiben – dies kommt später als Tutorial 🙂

Stromversorgung

Bei der Wahl vom Netzteil sollte keineswegs das alte Handynetzteil von Nokia Zeiten verwendet werden. Der Raspberry reagiert sehr unangenehm auf die Unterspannung. Achtet darauf, dass das Netzteil mindestens 2,1A auf 5 Volt bereitstellt, am besten Du bestellst das Originale Netzteil von Raspberry oder ein Stärkeres Netzteil.
Bedenke, jedes Gerät, das zusätzlich angesteckt wird, benötigt zusätzlich Strom (Maus, Tastatur, Display, …)

Zu wenig Leistung am Netzteil beschädigt auf Dauer das angeschlossene Zubehör und auch die SD-Karte – worauf euer System liegt. Hierzu ein Artikel.

  • Raspberry PI 4 Geräte, besitzen einen USB-C-Anschluss – das Originale Netzteil liefert 3 Ampere bei 5,1 Volt.
  • Raspberry PI 3B+ oder älter, besitzen ein Micro-USB Anschluss für die Stromversorgung, das Originale Netzteil bietet 2.5 Ampere bei 5,0 Volt.

Wlan Stick (PI2, PI1)

Alle aktuellen Raspberrys bieten schon Wi-Fi on Board, dh. Wi-Fi ist bereit auf dem Raspberry PI integriert.
Für ältere Raspberrys (PI2, PI1) wird ein Wi-Fi Stick benötigt

HDMI Kabel

Je nach Projekt ist ein HDMI Kabel zur Grafischen Darstellung notwendig. Für Anfänger ist es einfacher auch ohne Grafischer Oberfläche den Raspberry PI an einen Monitor anzustecken.

Seit dem Raspberry PI Zero – gibt es weitere HDMI Steckers in der Raspberry Welt mit dem PI 4 mittlerweile drei.

Gehäuse

Ein Gehäuse schützt dein Gerät! Spare nicht am Gehäuse, da es schnell vorkommt, dass du einen ungewollten und nicht vorhersehbaren Kurzschluss produzierst.
Die Gehäuse Kits gibt es immer zum passendem Raspberry ab bereits 5 €.
Viele Kits beinhalten einen Kühlkörper und/oder einen aktiven Lüfter. Denk daran, dass der Lüfter nicht Geräuschlos funktioniert 🙂 – er kann schnell „nervig“ werden.

Starter Kits und Geld sparen

Eine weitere gute Möglichkeit Geld zu sparen sind die angebotenen Starter Kits. Diese beinhalten in den meisten Fällen den gewünschten Raspberry PI, eine passende SD-Karte, ein Gehäuse, das Netzteil und ein HDMI Kabel.
Eine Übersicht aller verfügbaren Starter Kits gibt es hier.

Display

Für die ersten Gehversuche ist ein alter PC Monitor oder der bereits vorhandene TV ausreichend.

Dein alter Monitor sollte einen HDMI Anschluss haben, damit wir ein gutes Bild haben.
Es gibt auch andere Anschlusskabel – sollte euer Monitor einen DisplayPort DP / VGA oder DVI Anschluss haben.

Wer es dennoch etwas komfortabler möchte, kann sich das Raspberry PI 7″ Display gleich dazu bestellen. (Auch als KIT ink. Raspberry 3 oder 4 erhältlich)
Dieses Display gib es in zwei Ausführungen – mit Gehäuse und ohne. Der Raspberry wird hinten auf das Display montiert. Ein Artikel über die Einstellungen vom Display gibt es hier.

Tastatur und Maus

Eine Tastatur und Maus sind empfohlen. Es muss nicht die originale Raspberry Maus / Tastatur sein, es kann jede USB Maus und USB Tastatur verwendet werden.

Zubehör zum Experimentieren

Die Raspberrys bieten für die Kommunikation Ein- und Ausgänge. Diese werden GPIO (englisch: General Purpose Input Output) genannt und ermöglichen weitere Module, Karten, Sensoren zu betreiben.
Je nach Modell verfügt der Raspberry 40 Pins oder 20 Pins. Ein PDF zum Download für deinen Raspberry findest du unter Cheat Sheets hier im Blog.

Je nach Projekt werden mehrere oder gar keine Sensoren, Bauteile usw. benötigt. Hier eine Auflistung, die meiner Meinung nach zur Grundausstattung gehören:

AZDelivery bietet zu vielen Kits oder Bauteilen auch PDFs mit an, die kostenlos mit dem Produkt erworben werden. Die Bauteile sind für den Preis recht in Ordnung. Generell können wir zu diesen Preisen nicht erwarten, dass wir geeichte Sensoren z. B. DHT11 / GAS usw. bekommen :). Ich denke, für die meisten Projekte kommt es darauf nicht an, ob nun die Temperatur 0,1 °C abweicht oder nicht – Ich möchte es dennoch erwähnt haben.

Tipp: der Raspberry PI 4, bietet über die GPIOS das Gerät aus und wieder einschalten zu lassen, dazu wird einfach ein Taster an die GPIOs 3 und 4 Angeschlossen. Hier gehts zum Tutorial.

Hardware geliefert – wie geht es weiter?

Die Hardware wurde nun geliefert, wie geht es nun weiter?

Kurzfahrplan:

  • Software auf die SD-Karte spielen –> Tutorial mit Raspbian.
  • Dein Raspberry Zusammenbauen (Gehäuse, SD-Karte einsetzen, …)
    Niemals währen dem Betrieb die SD-Karte einsetzten oder herausnehmen – immer im Stromlosen zustand!
  • Monitor und Tastatur Anschließen.
  • Strom an dein Raspberry anschließen und auf „Entdeckungszone“ gehen–> kommt ein Bild? Wie gut läuft das System?
    • Entdecke dein System, drücke dich durch das System 🙂
  • Was dann?
    • Suche dir ein Thema aus, das du Bauen möchtest – google danach und baue es nach 🙂
      Ich werde hier immer wieder neue Tutorials veröffentlichen die gerne nachgebaut werden dürfen!
    • Ganz nach dem Motto „WE ARE MAKER“ 🙂
  1. Weiter wäre gut, dass du dich mit der Programmiersprache Python auseinandersetzt – diese ist sehr leicht zu erlernen (am besten Kids Bücher) um Logik in deine Projekte zu bringen.
  2. Eigene dir Linux Basiskenntnisse an – Cheat Sheet im Blog erhältlich.

Empfehlenswerte Bücher

Passend für den Raspberry PI 4

Passend für den Raspberry PI 3B+ und Zero WH

Buch und Videokurs zum mini Preis

Python Bücher

Fazit

Der Raspberry PI bietet sehr viel Spielraum für Maker und Technik begeisterte. Plane vor dem Start dein Projekt gut, google nach Lösungen, die schon ein anderer Technik begeisterter umgesetzt hat und sehe dir immer die Kommentare an um Probleme vor dem Projektstart zu vermeiden.

Viel Spaß!

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