Nicht alle sind erfreut darüber, dass Google großflächig Wohngebiete abfotografiert und die Bilder öffentlich zugänglich macht. Bürgerrechtler haben nun den Spieß umgedreht und verraten Privates über einen der Googler aus der Teppichetage.

Bei der US-Bürgerrechtsorganisation «National Legal and Policy Center» stoßen die Google-Dienste «Street View» und «Google Earth» auf wenig Gegenliebe. Sie sehen den Schutz der Privatsphäre unbescholtener Bürger in Gefahr. Zudem attestieren sie den Diensten ein hohes Missbrauchspotential. So könnten beispielsweise Terroristen oder Einbrecher bequem von ihrem Computer aus ganze Siedlungen auskundschaften.

Den Spiess umgedreht

Um ihr Anliegen öffentlich zu untermauern, sammelten sie mittels Google-Anwendungen persönliche Daten über ein Mitglied aus Googles Chefetage. In Blogs wird spekuliert, wer darin wohnen könnte. Am häufigsten fallen die Namen der Gründer Larry Page, Sergei Brin und des Chief Executive Officers Eric Schmidt. Die Bilder zeigen ein beeindruckendes Anwesen im kalifornischen Palo Alto. Auch die Adresse und detaillierte Angaben zum Arbeitsweg bis zum wenige Kilometer entfernten Google Headquarter wurden veröffentlicht. Die Nummernschilder der in der Einfahrt parkierten Autos fanden ebenfalls den Weg ins Web.

Auch das Ehepaar Aaron und Christine Boring aus Pittsburgh ärgerte sich, dass Google ihr Anwesen ohne ihr Einverständnis ablichten liess. Sie reichten eine Klage ein und forderten 25 000 US-Dollar Schmerzensgeld. Googles Anwälte argumentierten, dass selbst in der Wüste keine Privatsphäre mehr existiere, schließlich erkenne man auf den Fotos nicht mehr, als jeder Passant vor Ort auch sehen würde. Trotzdem ließen sie das beanstandete Bildmaterial entfernen

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