Time Machine Backup mit Windows Home Server

Seit meinem Umzug auf OS X steht mein Acer H340 easystore NAS ziemlich sinnlos in der Ecke rum. Zeit das mal wieder zu ändern.

Wer den Acer nicht kennt: Der Acer easystore H340 ist eine NAS mit vorinstallierten Microsoft Windows Home Server.  Hardwareseitg bietet der Acer:

  • Intel Atom 230 CPU
  • 2GB DDR2 RAM
  • 4* SATA mit Hotswap Rahmen
  • e-SATA, USB
  • Gigabit Ethernet.

Alles in allem ein ganz brauchbares Paket, nett klein und im Betrieb auch sehr leise. Und das Ganze zu einem sehr günstigen Preis (aktuelles Modelle easystore H341).
Für nur 379€ bekommt man eine komplette NAS, eine vergleichbares Gerät von QNAP wie die TS-410   fängt erst bei 390€ an – aber ohne Festplatten. 
Der Windows Home Server stammt vom Windows Server 2003 ab. Natürlich wurden einige Funktionen wie der IIS oder das Active Directory stark beschränkt oder ganz wegelassen. Der Schwerpunkt liegt in diesen Geräten auf der einfachen Einbindung und Administration in einem Windows Netzwerk.

An dieser Stelle liegen auch die Schwachpunkte dieser NAS. Zwar kann man auf die Freigaben zugreifen, aber die Installation des Servers setzt ein Windows voraus. Die Anschließende Administartion kann dann aber über eine Remotedesktopverbindung erfolgen.

Der Andere Schwachpunkt des Servers liegt in dem Speichermanagement.
Um die Festplattenadministration zu erleichtern wurde bewusst auf ein herkömmliches RAID verzichtet. Statt dessen wurde erzeucgt der Schattenkopiedienst ein JBOD über alles Festplatten und erzeugt für die Dateien, die in entsprechenden Freigaben liegen, eine zusätzliche Kopie auf einem anderen Datenträger.
Dies erleichtert zwar das Vergrößern der NAS Kapazität, sorgt aber auch für einen Größeren Platzverbrauch.

Einrichten des Time Machine Backups

ZUERST BRAUCHEN WIR EIN TERMINAL. DIE ÄNDERUNGEN DIE WIR VORNEHMEN MÜSSEN SIND LEIDER NICHT ÜBER EIN GUI ERREICHBAR. ÜBER DEN MENÜPUNKT  ”GEHE ZU” KOMMT MAN DIREKT ZU DEN DIENSTPROGRAMMEN, VON DORT STARTEN WIR DANN DAS TERMINAL.

 

ÄNDERN DER VOREINSTELLUNG IN OS X

Normalerweise wird es von OSX unterbunden die Time Machine Backups auf normale Samba Shares zu sichern. Seitens Apple wird ja die Time Capsule angeboten, die dann Time Machine im Heimnetz anbietet.
Um nun diese Einschränkung auf zu heben geben wir im Terminal den Befehl

defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1

ein. Dadurch wird nun wenigsten im Time Machine Dialog die Netzwerklaufwerke angezeigt.

ERZEUGEN DER SPARSEBUNDLE DATEI

Leider hat es einen Grund, das solche Laufwerke eigentlich ausgeblendet sind. Denn das “unsupported” ist ernst zu nehmen. Nativ kann OS X dort nicht sichern. Nun müssen wir also das noch ermöglichen. Dazu legen wir jetzt lokal ein sparsebundle an. Dieses Bundle müssen wir mit dem Computernamen und der MAC Adresse der Netzwerkkarte benennen. Um die Macadresse heraus zu finden geben wir im Terminal ein:

ifconfig en0 | grep ether

Nun müssen wir das Sparsebundle erzeugen. Der Name der Datei muss lauten:

COMPUTERNAME_MACADRESSEOHNEDOPPLEPUNKT.sparsebundle

Nun erzeugen wir auf den Terminal mit dem Kommandozeilenprogramm hdiutil das sparsebundle mit dem Aufruf:

hdiutil create -size 1000g -fs HFS+J -volname "Time Machine" IMAC27_0f2c09101ac9.sparsebundle

Nun müssen wir die Datei nur noch auf das Netzwerklaufwerk verschieben:

mv IMAC27_0f2c09101ac9.sparsebundle   /Volumes/Backup

EINRICHTEN IN OS X

Nun können wir in der Time machine GUI das Netzwerklaufwerk auswählen: